Wer bin ich:
- Hanspeter Weber, geb. am 12. Juli 1970 in Eisenstadt; Kindheit und Besuch der Volksschule in Neufeld
- 1980 Umzug nach Neudörfl und Wechsel ins Bundesgymnasium Mattersburg, das ich 1988 mit der Matura abschloss
- Seit 1997 bei der Allianz Versicherung in Wiener Neustadt als Außendienstmitarbeiter beschäftigt; seit 2009 zusätzlich (parteiloser) stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der Allianz Niederösterreich
- Seit November 2000 in einer Lebensgemeinschaft mit Sabine Reinecker
Warum Pro Neudörfl?
Schon in meiner Jugend hatte ich ein ausgeprägtes Interesse an Politik (für In- und Ausland). Neben meiner Faszination für die Wahlhochrechnungen der 70er und 80er Jahre war ich ein großer Fan von Dr. Bruno Kreisky und seiner sozialen Politik. Nach der „Ära Vranitzky“ bekam ich aber zunehmend Probleme mit der Entwicklung der SPÖ und wurde so zum Wechselwähler. Ausschlaggebend für mein politisches Engagement in Neudörfl waren aber banalerweise die Differenzen mit Bürgermeister Posch bei der thermischen Sanierung des Burgenlandhofes. Als mir der Jurist beim Mieterschutzverband die Frage stellte: „Wie kann ein Bürgermeister überhaupt so vorgehen, gibt es da keinen Aufschrei der Opposition?“, war für mich klar: Jammern bringt nichts. Es ist Zeit, selbst aktiv mitzugestalten.
Warum hast du dich für eine Bürgerliste entschieden?
Bei allen etablierten Parteien stört mich deren Politikverständnis. Das gedankenlose Verteidigen der eigenen Parteilinie in Kombination mit untergriffigen, teils persönlichen Attacken gegen die jeweils andere Fraktion sind für mich Hauptgründe der heutigen Politik(er)verdrossenheit – in der Bevölkerung und bei mir selbst. Demokratiepolitische Auswüchse wie Postenschacher, Freunderlwirtschaft und größenwahnsinnige Mehrfachfunktionäre sind mir ein echter Dorn im Auge. Ich sehe die sachliche Diskussion von Standpunkten, Respekt, Transparenz und eine Portion Selbstkritik auch in der Politik als unabkömmlich an. Genau das will ich mit ProN umsetzen. Der Unterschied zu den „herkömmlichen“ Fraktionen besteht darin, dass bei ProN alle Entscheidungen immer wieder neu diskutiert werden können /dürfen / müssen. Dabei kann es des Öfteren schon mal heiß hergehen. Selbstverständlich machen auch wir Fehler.
Du bist Redaktionsleiter der ProN-News, wie ist es dazu gekommen?
„Erfinder“ unserer Zeitung ist Markus Reinecker. Von ihm stammt nicht nur die grundsätzliche Idee, sondern auch das Grobkonzept und das Layout. Bei der Formulierung der Inhalte war ich schon von Beginn an mit dabei. Durch die Trennung unserer internen Arbeitsgruppe in ein Veranstaltungsteam (das Markus leitet) und in die Mediengruppe habe ich die Verantwortung für unser Blatt übernommen. Mit der Einführung des Gastkommentars und der Vereinsvorstellung versuche ich seither auch ein bisschen über den ProN-Tellerrand hinauszublicken.
Die ProN-News werden sogar außerhalb unserer Gemeinde sehr gerne gelesen, was ist das Erfolgsgeheimnis?
Diese Frage sollten eigentlich die Leser beantworten. Mein Ziel ist jedenfalls, politische Vorgänge im Ort transparent darzustellen. Mit Sachlichkeit und größtmöglichem Informationsgehalt will ich gegen das „Schwammige“ in der Politik ankämpfen. Mein Credo beim Schreiben lautet: Über jeden Artikel „drüberschlafen“ und Veränderungsvorschläge von anderen überdenken und gegebenenfalls auch einbauen. Das umzusetzen ist nicht immer einfach, gewährleistet aber eine breite Meinungs (ab)bildung. Zu Beginn mussten dazu natürlich Eitelkeiten abgebaut werden – auch meine eigene.
Abseits der ProN-News, wo liegen deine Interessen (an Neudörfl)?
Vorrangig beim Vereinswesen! Ich war selbst fast 30 Jahre mit dem Neudörfler Tennissport als Spieler, Mannschaftsführer, Funktionär, Schiedsrichter und Turnierleiter von (inter)nationalen Turnieren quasi „verheiratet“. Unentgeltliche freiwillige Arbeit wird meiner Meinung nach viel zu wenig geschätzt und auch unterschätzt. In unserem Ort besteht ein enormes Potential an Vereinen und an einsatz- und ideenfreudigen Funktionären. Das bedarf einer besseren Unterstützung – nicht nur finanziell, sondern auch organisatorisch. Meine Ideen dazu habe ich im Dorferneuerungsprozess eingebracht. Sie warten in meiner Schublade auf eine eventuelle Umsetzung. Privat tanke ich Kraft bei Wellnessurlauben und (viel zu selten) beim Laufen. Meine Flugangst hält mich leider davon ab, Reiseziele außerhalb Europas anzusteuern. Städteflüge (mit einer max. Flugzeit von 2 ½ Stunden) mit meiner Lebensgefährtin Sabine sind daher ein gerade noch akzeptabler Kompromiss. Seit März habe ich jedoch eine sehr gute Ausrede: Unser Hausbau in der Lehargasse kostet viel Zeit und Geld.
Einfach ganz persönlich
Mit wem würdest du gerne einen Abend verbringen?
Mit Barack Obama, Björn Borg und Hape Kerkeling – ich hätte nächste Woche noch drei Abende Zeit.
Was würdest du gerne an dir ändern?
Das Nachdenken und Grübeln mit einem Schalter abdrehen zu können wäre ein Hit.
Mit welcher Person würdest du gerne einen Tag lang tauschen?
Ich möchte nicht, dass jemand anderer mein Leben führt (auch nicht für einen Tag).
Deine Lebensphilosophie?
Die schönsten Dinge im Leben sind gratis.
Was ist das Verrückteste, das du je im Leben getan hast?
Ich habe 2004 aus Flugangst mit dem Rauchen aufgehört.
Wofür würdest du dein letztes Geld ausgeben?
Für Zufriedenheit und Gesundheit
Ein Werbeslogan über dich – wie würde er lauten?
Die Brille macht´s möglich: Auch Kurzsichtige können Weitblick haben.
Ich bin:
neugierig (mütterlicherseits angeboren), pünktlich, ungeduldig und mathematisch logisch
Eine kühne Zukunftsvision?
Eine Welt, in der der Weg wichtiger ist als das Ziel
Dein Lieblingsessen?
Hauptsache köstlich!
Mein erster Blick in den Spiegel:
… (noch) guter Haarwuchs
Danke!