Karl Taubenschuss

Karl TaubenschussWer bin ich:

  • Karl Taubenschuss, geboren am 10.September1939 in Neudörfl, und somit ein „Ureinwohner“ ab der 1. Stunde
  • Volksschule in Neudörfl und Bundesrealgymnasium in Wiener Neustadt, wo ich im Jahr 1958 maturierte.
  • Dem Abiturientenlehrgang an der Handelsakademie Wiener Neustadt folgte ein 9-monatiger Wehrdienst beim Österreichischen Bundesheer
  • Meine berufliche Laufbahn begann ich in der Österreichischen Länderbank, wechselte später zur ERSTE Bank und beendete meine berufliche Tätigkeit bei Raiffeisen.
  • Ich bin verheiratet mit Elfi, habe 3 Kinder und 7 Enkelkinder.

ProN: Du warst schon in jungen Jahren politisch aktiv - wie kam es dazu?
Meine politische Tätigkeit begann ich bereits im Jahr 1955, also mit 16 Jahren. Damals suchten viele Jugendliche in Neudörfl nach einer Alternative zu den sozialistischen Jugendgruppen, wie den Kinderfreunden oder den Roten Falken. Gemeinsam mit einigen Burschen und Mädchen des Ortes gründete ich eine eigene Ortsgruppe der ÖJB (Österreichische Jugendbewegung) und schon nach kurzer Zeit konnten wir 30 Personen zu unseren Mitgliedern zählen.  Wir organisierten großartige Aktionen, wie z. B. eine Altpapier-Sammlung zu Gunsten der Hochwasseropfer in Kärnten oder die viel beachtete Fahnenweihe am Kirchplatz. Natürlich waren wir auch vor den diversen Wahlen für die ÖVP aktiv.

ProN: Dann folgten viele Jahre der gemeindepolitischen Arbeit in der ÖVP – bitte erzähle uns über deine Erfahrungen aus dieser Zeit
Völlig überraschend wurde ich aufgrund des tragischen Todes von ÖVP-Ortsobmann Kurt Nemeth im Jahr 1972 vom ÖVP-Vorstand in den Gemeinderat berufen und gehörte diesem bis 1997 an. Während dieser Zeit konnte die Österreichische Volkspartei schöne Erfolge erzielen. Auf den Fundamenten, welche die Vorgänger Kurt Nemeth und Manfred Schügerl legten, konnten mein Freund und späterer Vizebürgermeister Rudi Habeler und ich gemeinsam mit dem damaligen Team der ÖVP viele gute und neue Ideen einbringen und umsetzen. Dazu gehörten zum Beispiel die Sonnwendfeier, die Nikolo-Aktion, der Neudörfler Gesundheitspass, die Hobbykünstler-Ausstellung und vieles mehr. Die Neudörfler Bevölkerung hat diese Aktionen damals durch ein Mehr an Gemeinderatsmandaten belohnt.

ProN: Viele Jahre später hast du dich bei der überparteilichen Bürgerliste engagiert – warum Pro Neudörfl?
Zur Gemeinderatswahl im Herbst 1997 trat ich nicht mehr an, weil ich gerne jüngeren Kräften Platz machen wollte! Leider gelang es dem neuen Team nicht, den Aufschwung zu halten oder zu erweitern. Das Gegenteil passierte – eine gute Idee nach der anderen verschwand, bis zuletzt nichts mehr übrig blieb. Der Druck der übermächtigen SPÖ führte zur Wahlniederlage der ÖVP im Herbst 2002 und so entschloss ich mich, durch die Mitgründung der Bürgerliste ProN den Versuch zu wagen, der Alleinherrschaft der SPÖ ein Ende zu setzen. Wir haben unser Ziel im Oktober 2007 nur ganz knapp verfehlt. In unserer Gruppe ist jeder willkommen, der echte Demokratie, verbunden mit freier und ehrlicher Meinungsäußerung schätzt.

ProN: Wie siehst du die Zukunft von ProN?
Aufgrund der Burgenländischen Gemeindeordnung ist es für uns im Augenblick noch sehr schwer möglich alle unsere Ideen und Veränderungswünsche umzusetzen, weil praktisch alle Vorschläge von ProN vom Bürgermeister entweder „schubladisiert“ oder in stundenlangen Monologen zerredet werden. Unsere Nachbargemeinde Bad Sauerbrunn und Zillingdorf sind jedoch gute Beispiele dafür, dass es mit Hilfe des Wählers gelingen kann, im Sinne einer echten Demokratie, ein ausgewogenes Kräfteverhältnis herzustellen, um gute Ideen, parteiunabhängig umzusetzen. In diesem Sinne freue ich mich gemeinsam mit meinen Freunden von ProN auf die nächste Gemeinderatswahl im Herbst 2012.

ProN: Das Leben besteht jedoch nicht nur aus Politik und Arbeit – wie verbringst du deine Freizeit?
Nach meiner Pensionierung im Oktober 1999 wandte ich mich verschiedenen, ehrenamtlichen Tätigkeiten zu. Unter anderem gründete ich im Jahr 2000 mit einigen Gleichgesinnten den „Ersten Wiener Neustädter Hospizverein“ im NÖ Landes-Pensionisten-und Pflegeheim. Derzeit stelle ich einen Teil meiner Freizeit, als ehrenamtlicher Mitarbeiter, für die Betreuung der Heimbewohner im Neudörfler Pflegeheim zur Verfügung.
Neben der Betreuung meines Gartens lese ich sehr gerne und liebe Ausflüge und Wanderungen in  Österreich und den angrenzenden Nachbarländern. Ab und zu gönne ich mir mit meiner Gattin eine Fernreise, um auch andere Länder und Kulturen kennen zu lernen.

Einfach ganz persönlich

Welcher Versuchung widerstehst du nicht?
Einer süßen Versuchung – Mehlspeisen aller Art

Was bedeutet Glück für dich?
Gesundheit und Zufriedenheit in der Familie

Dein Lieblingsbuch?
Zurzeit „Der Jakobsweg“ von Hape Kerkeling

Deine Lebensphilosophie?
Carpe diem – nutze den Tag!

Was ist das Verrückteste, das du je im Leben getan hast?
Zum Spaß eine Zigarette geraucht, obwohl ich leidenschaftlicher Nichtraucher bin!

Ein Werbeslogan über dich: Wie würde er lauten?
Ein Mann, ein Wort!

Ich bin:
pflichtbewusst, ordnungsliebend, verlässlich

Dein größtes Vergnügen?
Schöne Wanderungen mit guten Freunden

Eine kühne Zukunftsvision?
Neudörfl unter Bürgermeister Robert Meixner

Dein Lieblingsessen?
Wiener Tafelspitz mit Apfelkren und Rösti

Das kommt mir niemals auf den Teller?
Saure Presswurst – ein wöchentlicher Horror beim Bundesheer

Danke für das Gespräch!