Susanne Meixner

Judith Pilles

Wer bin ich:
Susanne Meixner geb. am 24.2.1961 in Wien, wohnhaft in Neudörfl seit 1988

Besuch von Volksschule und Musik-Gymnasium in Wien, danach Ausbildung zur Logopädin

Seit 1981 Berufausübung als Logopädin im Ambulatorium Wiener Neustadt, Arbeit mit behinderten Kindern und deren Familien, sowie Therapie von Sprach-, Sprech-, Stimm- und Hörstörungen im Kindes- und Jugendalter

Verheiratet seit 1985 mit Robert, 2 Kinder, Reinhard geb.: 1987 und Kristina geb.: 1990

Warum Pro Neudörfl?
Bereits als Gymnasiastin interessierte ich mich für Politik. Die Eltern einer Schulfreundin waren damals - in der Kreisky-Ära - an der Gründung einer neuen Partei beteiligt; dadurch nahm ich an Demonstrationen und Kundgebungen teil. Seit wir in Neudörfl wohnen, habe ich mich in verschiedenen ehrenamtlichen Funktionen engagiert, sowohl als Elternsprecherin im Kindergarten als auch im Elternverein der Volks- und Hauptschule. Ich bin auch schon viele Jahre im Logopädenverband tätig, bekam dort viel über die politischen Strategien und Problematiken im Gesundheitsbereich mit. In Neudörfl gab es für mich ein besonders einschneidendes Erlebnis: Bei der Eröffnung des Volksschul-Turnsaales sprach ich Dieter Posch an und wies ihn darauf hin, dass der Turnsaal ebenso wie die Volksschule bedauerlicherweise nicht barrierefrei seien. Er antwortete mir mit langen Erklärungen, aber die Quintessenz war, dass man nicht auf alle Minderheiten Rücksicht nehmen könne. Von da an bedauerte ich es, keine Möglichkeit zu haben, in das Dorfgeschehen gestalterisch einzugreifen. Daher war es ein logischer Schritt an der Gründung von Pro Neudörfl mitzuwirken und nun meinen Mann, Robert; in seiner Funktion als Gemeindevorstand tatkräftig zu unterstützen.

Was ist deine Aufgabe innerhalb der Gruppe?
Ich betreue den Schaukasten und die Homepage und bin für die Mitgliederverwaltung verantwortlich. Die meisten der Glückwunsch- und Gratulationsschreiben, Einladungen etc, wurden und werden von mir entworfen. Ebenso arbeite ich im ProNNews Redaktionsteam und im Veranstaltungsteam mit. Ich bin auch stolz darauf, eine der Delegierten der Liste Burgenland zu sein. Dies ermöglicht mir, Einblick in die Landespolitik zu bekommen und Kontakte zu den anderen Bürgerlisten zu knüpfen und zu pflegen.

Hast du Vorschläge für Veränderungen in Neudörfl?
Durch meine Arbeit mit behinderten Kindern und unserer Freundschaft zu Toni Pinter, der ja Rollstuhlfahrer ist, bin ich täglich damit konfrontiert, wie massiv eine Behinderung die Lebensqualität beeinträchtigen kann. Ich wünsche mir für Neudörfl, dass es gelingt für mehr Barrierefreiheit zu sorgen. Auch Betriebe und Geschäfte sollen dafür sensibilisiert werden, allen Menschen  den eigenständigen Eintritt zu ermöglich, weder über Hintertüren noch durch das Betätigungen von Klingeln. Auch das barrierefreie Benützen von WCs ist leider noch nicht überall möglich.
Durch meine Tätigkeit als Logopädin beschäftige ich mich ebenfalls intensiv mit Mehrsprachigkeit und den unterschiedlichen Kulturen. Meine Vision für Neudörfl ist ein bunter „Multi-Kulti-Mix“ in dem sowohl die aktive Integration der Zugezogenen als auch die Integrationsbereitschaft der „Eingeborenen“ vorhanden ist. Dies kann natürlich nur gelingen, wenn sich die Mischung der Kulturen in einem ausgewogenen Rahmen bewegt.
Weiters ist es mir ein großes Anliegen, dass bei Wohnbau Ortsbild Rücksicht auf den Erhalt des Dorfcharakters genommen wird.

Wie verbringst du am liebsten deine Freizeit neben Familie,  Beruf und Gemeindepolitik?
Seit einem Jahr bin ich Rettungssanitäterin und Einsatzfahrerin beim Roten Kreuz in Wiener Neustadt. Diese ehrenamtliche Tätigkeit ist zwar nicht gerade erholsam, aber eine neue Herausforderung für mich. In den letzten Jahren hat sich auch Gartenarbeit zu meiner Leidenschaft entwickelt. Hier kann ich nach einem anstrengenden Arbeitstag zur Ruhe finden und den Kopf frei bekommen. Heuer bietet mir erstmals der Garten bei unserem neuen Eigenheim Gelegenheit dazu.

Einfach ganz persönlich
 
Mit wem würdest du gerne einen Abend verbringen?
Mit dem Dalai Lama

Welcher Versuchung widerstehst du nicht?
Gutem Essen mit einem feinen Gläschen Weißwein

Dein Lieblingsbuch?
„Die weiße Massai“ von Corinne Hofmann

Meine letzten Worte sollen sein:
Es war ein erfülltes Leben

Was steht auf deinem Nachtkästchen?
Ein Stoß ungelesener Fachliteratur

Wann musstest du das letzte Mal herzlich lachen?
Erst kürzlich über einen Witz meines Vaters. Aber ich glaube, ich lache jeden Tag.

Deine Lebensphilosophie?
Leben und leben lassen

Was bedeutet Glück für dich?
Harmonie und Zufriedenheit

Ich bin:
ehrlich, bescheiden, unkompliziert und zielstrebig

Meine Oma hat immer gesagt:
Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.

Danke für das Interview!