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Gemeindevorstand Johannes SteindlJohannes Steindl Geboren 1963, verheiratet, 2 Kinder Beruf: Postbeamter
Aufgaben in Neudörfl Gemeindevorstand Vorsitzender des Ausschusses für Friedhofswesen Obmann-Stellvertreter der Bauernurbarialgemeinde
Mitglied folgender Ausschüsse:
Interview mit Johannes Steindl: Wer bin ich:
ProN: Warum Pro Neudörfl? Schon vor über zwei Jahren kam ich nach einem Tennismatch mit Reinhold Pranger über die politische Lage in Neudörfl ins Gespräch. Beide empfanden wir die SPÖ-Mehrheit viel zu dominierend, gleichzeitig jedoch die vorhandene Opposition als zu inaktiv. Wir wollten nicht weiter über die vorherrschenden Zustände jammern, sondern aktiv unseren Beitrag leisten. Es entstand vorweg nur in unseren Köpfen die Idee, eine Bürgerliste zu gründen. Dieser Gedanke ruhte dann bis zum Mai 2007, als mich Reinhold Pranger und die Familie Schramm zu den ersten Treffen mitnahmen. Nach einigen Wochen war ich nicht nur mitten drinnen, sondern auch schon an vorderer Front dabei.
ProN: Wie reagierte deine Familie auf dein politisches Engagement? Anfangs war vor allem meine Frau Gerlinde von meiner neuen Aufgabe nicht sonderlich begeistert. Sie kennt mich als gewissenhaften Menschen, der seine Aufgaben ernst nimmt. Ihre Befürchtung war, dass mir wenig Zeit für unsere noch junge Familie bleibt. Durch meine Dienstzeit bei der Post AG von 6 – 14 Uhr gelingt es mir allerdings gerade am Nachmittag meine Frau zu entlasten und viel mit beiden Kindern zu unternehmen. Die meisten Gemeindetermine sind ja am Abend angesetzt. Meine Tochter Madeleine genießt sogar das gestiegene Interesse an unserer Familie. Sie lässt sich gerne fotografieren und betrachtet danach ihr Bild voll Stolz in der Zeitung.
ProN: Man bezeichnet dich bereits als „Friedhofsbürgermeister“ – wie stehst du dazu? Diese Bezeichnung kommt meines Wissens von Josef „Wolke“ Schügerl. Es mag vielleicht ein eigenartiger „Titel“ sein, jedoch zeigt er mir, dass meine Arbeit für den Friedhof von den Neudörflerinnen und Neudörflern erkannt und geschätzt wird. Auch die Zusammenarbeit mit den Gemeindearbeitern unter Vorarbeiter Heinz Farkas läuft hier reibungslos. Neue Handwagen wurden bereits angeschafft und der Kerzenautomat musste schon eifrig nachgefüllt werden. Seit der Aufstellung Anfang April wurden schon über 150 Kerzen verkauft und sind somit zum wahren Verkaufsschlager geworden. Mit solch einer Akzeptanz seitens der Bevölkerung habe selbst ich nicht gerechnet, bin dadurch aber motiviert die nächsten Projekte in Angriff zu nehmen.
ProN: Du stehst bei der EURO 2008 als freiwilliger Helfer im Einsatz – warum? Ein Großereignis dieser Dimension ist in Österreich wahrscheinlich einmalig. Daher wollte ich mir die Chance nicht entgehen lassen, hineinzuschnuppern und mitzuhelfen. Im Jänner habe ich mich als freiwilliger Helfer beworben und seit Anfang Juni bin ich am Flughafen Schwechat als „Operation Airport“ – Teamleiter für die Koordination von bis zu 50 Chauffeuren zuständig. Die Aufgabe „meines“ Fahrdienstes ist es, UEFA-Delegierte vom Flughafen bis ins Hotel oder Stadion zu chauffieren. Sieben Stunden täglich, fünf Tage die Woche dafür zu investieren ist zwar sehr zeitaufwändig; die Stimmung, die ich dabei miterleben darf, entschädigt aber für vieles. Faszinierend ist vor allem, wie viele Menschen unterschiedlicher Nationen unentgeltlich mitarbeiten und Spass daran haben, neue Kontakte zu knüpfen.
Einfach ganz persönlich: Was steht auf deinem Nachtkästchen? Wovon hast du zuletzt geträumt? Welche drei Dinge würdest du auf eine Insel mitnehmen? Was bedeutet Glück für dich? Was würdest du gerne an dir ändern? Was würdest du alles aus Liebe tun? Was ist das Verrückteste, das du je im Leben gemacht hast? Was wolltest du schon immer ausprobieren? Welcher Versuchung wiederstehst du nicht? DANKE!
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