Gemeinderat Anton Pinter

Anton Pinter

Geboren 1956, verwitwet, 2 Kinder

Beruf: Bundesheerangestellter

Gemeinderat Anton Pinter

 

Aufgaben in Neudörfl

Gemeinderat

 

 

 

 

Mitglied folgender Ausschüsse:

  • Infrastruktur
  • Gesundheit und Soziales
  • Sport und Kultur
  • Umweltschutz

 

Interview mit Anton Pinter:

Wer bin ich:

  • Anton Pinter, geb. am 21. Juli 1956 in Wiener Neustadt, aufgewachsen in Wiesen
  • Volksschule in Wiesen und Hauptschule in Neudörfl
  • Anschließend Ausbildung zum Koch/Kellner
  • Seit 1975 beschäftigt in der Theresianischen Militärakademie Wiener Neustadt als Vertragsbediensteter
  • 1976 Hochzeit mit Christine, danach Umzug nach Neudörfl
  • 1985 Geburt der Zwillingstöchter Alexandra und Karina

ProN: Du verbringst seit vielen Jahren dein Leben im Rollstuhl – was ist der Grund?

Jugendlicher Leichtsinn verleitete mich gemeinsam mit vier Freunden zu einer nächtlichen Spritztour. Diese Ausfahrt endete in der Nacht zum 17. Juni 1973 mit einem schweren Autounfall. Als Beifahrer erlitt ich eine Querschnittlähmung und bin seither auf den Rollstuhl angewiesen. Mein Leben veränderte sich mit einem Schlag sehr dramatisch, hat es aber danach auch gut mit mir gemeint. Während meines einjährigen Aufenthaltes im Krankenhaus und Rehabilitationszentrum lernte ich eine hübsche Krankenschwesternschülerin kennen und lieben. Seit dem Jahr 1976 ist Christine nun schon meine Frau.

ProN: Warum Pro Neudörfl?

Trotz meiner Behinderung war und bin ich sportlich aktiv. Eines meiner Hobbys war unter anderem auch Tischtennis spielen. Im alten Turnsaal der Hauptschule fanden unsere Trainingsstunden und auch Turniere statt. Aufgrund der damaligen Bauweise konnte ich den Saal ohne Probleme mit dem Rollstuhl erreichen. Dann kam der Neubau, und es war mir nicht mehr möglich ohne fremde Hilfe hineinzukommen. Diese Situation besprach ich mit Bürgermeister Dieter Posch im Rahmen eines Gassentratsches. Seine Meinung dazu war: „Nur wegen eines Behinderten bauen wir nicht den ganzen Turnsaal um“. Das war ein Schlüsselerlebnis für mich. Denn: Behindert ist, wer behindert wird! Ein Grund mehr für mich Pro Neudörfl mitzubegründen.

ProN: Siehst du deine Aufgabe im Gemeinderat also hauptsächlich als Sprecher der Menschen mit Handicap?

Die Interessen von Menschen mit Behinderungen zu vertreten und für Barrierefreiheit zu sorgen sind sicher meine Hauptanliegen. Als Mitglied des Gemeinderats ist es für mich aber auch sehr wichtig, den Menschen zuzuhören, Probleme zu erkennen und an Umsetzungsmaßnahmen mitzuarbeiten. Ich sehe es als Aufgabe eines Politikers die Bevölkerung ernst zu nehmen und ihre Anliegen mit  dementsprechendem Respekt zu behandeln. Außerdem liegt mir die Eindämmung des Schwerverkehrs sehr am Herzen. Als Bewohner der Pöttschinger Straße bin ich ja selbst davon betroffen. Ich werde diesbezüglich auch oft angesprochen und deshalb immer wieder die Einhaltung des Fahrverbots einfordern. Ich möchte an dieser Stelle auch noch unbedingt zu den Veränderungen in Neudörfl während der letzen Jahre Stellung nehmen. Als wir 1976 hierher gezogen sind, war der Ort gepflegt und viele Grünflächen, Bäume usw. trugen zu einem schönen Ortsbild bei. Durch die Verbauung mit vielen Wohnblöcken hat Neudörfl leider viel von seinem Charme verloren. Dagegen Schritte zu setzen und Neudörfl wieder l(i)ebenswerter zu gestalten, ist ein großes Ziel von mir.

ProN: Toni Pinter und der SV Mattersburg – eine besondere Beziehung!?     

Ja, das stimmt! Ich war schon immer begeisterter Fußballfan. Seit der SVM in die oberste Fußballliga aufgestiegen ist, habe ich fast kein einziges Heimmatch versäumt. Meistens besuche ich die Spiele gemeinsam mit meinem Freund ProN-GV Robert Meixner. Was mir am SVM so gefällt, ist der direkte Kontakt zu Spielern und Trainern, die sich nach dem Spiel immer unter die Zuschauer mischen; und dass es im Pappelstadion noch nie zu gröberen Ausschreitungen gekommen ist. Ich bin aber auch ein Fan des SC Neudörfl und versuche so oft es geht den Verein bei den Heimspielen zu unterstützen.

 
Einfach ganz persönlich:

Welcher Versuchung widerstehst du nicht?
Einem hellen Blonden ( Bier )

Was bedeutet Glück für dich?
Gesundheit für die ganze Familie

Deine Lebensphilosophie?
Genieße jeden Tag als wäre es der letzte!

Dein Lebenstraum?
Quer durch Amerika zu reisen

Was ist das Verrückteste, das du je im Leben getan hast?
Parasailing – als ich mit dem Fallschirm hinter einem Schiff hergezogen wurde

Ein Werbeslogan über dich: wie würde er lauten?
Alt aber gut

Ich bin:
Ein pünktlicher, ehrlicher und großzügiger Gerechtigkeitsfanatiker

Dein größtes Vergnügen ?
Ein Thermenaufenthalt mit der ganzen Familie

Was wolltest du immer schon mal ausprobieren?
Mit einem Düsenjet fliegen

Eine kühne Zukunftsvision
Der SV Mattersburg wird österreichischer Fußballmeister

Dein Lieblingsessen?
Faschierte Laibchen mit Kartoffelsalat – gekocht von meiner Frau

Danke!